Angelina Jolie hat die UN-Friedenstruppen zu härterem Durchgreifen bei sexuellen Übergriffen gedrängt.

Angelina Jolie

Angelina Jolie

In ihrer Rede bei der 'U.N. Peacekeeping Defence Ministerial Conference' in Vancouver bezog sich die 42-jährige Schauspielerin am Mittwoch (15. November) auf die aktuellen Vorwürfe gegen ihre Hollywood-Kollegen Harvey Weinstein und Kevin Spacey und appellierte an härteres Durchgreifen: "Sexuelle Gewalt kommt überall vor: in der Industrie, in der ich arbeite, in Firmen, in Universitäten, in der Politik, im Militär und überall in der Welt. Viel zu oft wird es mit einem Lachen übertan und dargestellt, als sei es nur ein kleiner Angriff einer Person, die sich selbst nicht kontrollieren könne. Als sei es eine Krankheit oder ein übertriebenes sexuelles Bedürfnis. Aber ein Mann, der eine Frau schlecht behandelt, ist nicht sexbesessen. Er ist missbrauchend."

Zudem sei sexuelle Gewalt ein "ausschlaggebendes Hindernis, wenn es um das Erreichen der Gleichberechtigung der Frauen und unsere Menschenrechte" gehe. Der sechsfache Mutter schien das Thema sehr nahe zu gehen, wie sie in ihren Worten laut 'CTV' deutlich machte: "Es ist günstiger als eine Kugel und die Konsequenzen halten ewig an und entfalten eine kranke Vorhersehbarkeit, die das ganze so grausam wirkungsvoll macht."

Bereits im Oktober hatte Angelina zugegeben, andere Frauen vor Harvey Weinstein gewarnt zu haben: "Ich habe in meiner Jugend schlechte Erfahrungen mit Harvey Weinstein gemacht. Deshalb entschied ich mich dazu, nie wieder mit ihm zusammenzuarbeiten und andere zu warnen. Dieses Benehmen anderen Frauen gegenüber - egal in welchem Bereich und in welchem Land - ist nicht akzeptabel."