Bob Dylan

Bob Dylan

Bob Dylan ist Gewinner des Literatur-Nobelpreises 2016.

Wie am Donnerstag (13. Oktober) bekanntgegeben wurde, wird der 75-Jährige als erster Singer/ Songwriter die große Ehre zu Teil werden. Wie Sara Danius, die Vertreterin des Nobelpreis-Komitees, mitteilte, sei der Weltstar deswegen ausgewählt worden, weil er "neue poetische Ausdrucksformen innerhalb der großen amerikanischen Liedertradition" kreiert habe. Damit ist er zugleich auch der erste Amerikaner seit dem Schrifsteller Toni Morrison 1993, der die renommierte Auszeichnung erhält.

Danius erklärte, dass die Rock-Legende ein Meister seines Faches sei und seine Songs zweifellos die Ewigkeit überdauern würden. So sei der Künstler "ein großartiger Dichter in der englischsprachigen Tradition". Weiter schwärmte sie: "Seit 54 Jahren ist er mit dabei und erfindet sich ständig neu. Wenn du 5000 Jahre zurückblickst, stößt du auf Homer und Sappho. Sie haben poetische Texte geschrieben, die aufgeführt werden sollten und genau dasselbe trifft auf Bob Dylan zu. Wir lesen immer noch Homer und Sappho und haben viel Gefallen daran."

Der Lyriker schrieb so bedeutende Protestlieder wie 'The Times They are A-Changin', die Hymnen für die Anti-Vietnamkrieg-Bewegung während der 60er-Jahre wurden. Außerdem erfand er sich immer wieder neu und wagte es zum Beispiel Mitte der 60er, elektronische Elemente in seine Musik mitaufzunehmen. Aus der Kulturszene ist der Star also schon lange nicht mehr wegzudenken.

Die höchste literarische Auszeichnung wird am 10. Dezember in einer feierlichen Zeremonie in Stockholm verliehen. Dotiert ist sie mit umgerechnet rund 830.000 Euro.


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