Sir Elton John denkt, dass immer noch zu viel "Schamgefühl" bezüglich des LGBTQ-Themas herrsche.

Sir Elton John

Sir Elton John

Der 70-jährige Sänger, der gemeinsam mit seinem Ehemann David Furnish die Söhne Zachary (6) und Elijah (4) hat, findet, dass LGBTQ-Menschen viel zu oft noch nur "toleriert", statt "akzeptiert" werden. Er ist vor allem über die Statistiken über Selbstverletzung und Selbstmord von Transgender und nicht-heterosexuellen jungen Menschen besorgt. Im Interview mit 'Grazia' schildert der Künstler: "Tragischerweise ist es immer noch das Schamgefühl. Zu oft sind LGBT-Menschen eher toleriert als akzeptiert, geschweige denn begrüßt." Er möchte, dass die Menschen aufwachen und erkennen, wie schlimm die Situation nach wie vor sei: "Wenn fast die Hälfte aller schwulen, lesbischen, bi- und transsexuellen Schüler in der Schule gemobbt werden und, als Ergebnis davon, mehr als 60 % sich selbst verletzen und 40 % der Trans-Leute versucht haben, sich das Leben zu nehmen, ist das ein ernsthafter Warnruf, dass das Gay-Stigma und Schamgefühl immer noch giftig sind."

Trotzdem gibt der 'Rocket Man'-Interpret zu, dass die Gesellschaft sich in den letzten 50 Jahren enorm verändert habe und sagt: "Zurück in der Zeit war schwul zu sein als eine Quelle der Schande angesehen [...] Ein schwuler Mann war ein 'Bachelor'. Lesbische waren 'Tomboys'. Heute sind Gay-Paare verheiratet [und haben Kinder und sind] von den meisten Menschen akzeptiert und sogar verfochten von ein paar. Es gibt offen [schwule und lesbische] Menschen aus allen Berufen." Als gute Entwicklung beschreibt er vor allem die Folgende: "Statt [für das Schwul- oder Lesbischsein] in der Öffentlichkeit beschämt zu werden, würdest du nun beschämt werden, in der Öffentlichkeit homophob zu sein." Auch in der Musikindustrie gäbe es enorme Fortschritte.