George Michael hat sich vor seinem Outing sehr alleine gefühlt.

George Michael

George Michael

Der mittlerweile verstorbene Frontmann von Wham! hat sich im Jahr 1998 öffentlich zu seiner Homosexualität bekannt. Davor hatte er jahrelang mit seiner Sexualität zu kämpfen. Nun wurde ein Interview veröffentlicht, das der Musiker kurz vor seinem plötzlichen Tod am ersten Weihnachtsfeiertag 2016 gab. Darin gab er zu: "Ich war unglaublich alleine. Obwohl ich mich damals bereits vor meinen besten Freunden und ziemlich allen Leuten, die mir sehr wichtig sind, abgesehen von meiner Familie, geoutet hatte, war ich immer noch schrecklich alleine [...] Ich war jeden Abend, wenn ich ins Bett ging, alleine, einfach jeden einzelnen Abend. Vor allem auf Tour. Es war kein Rock 'n' Roll-Leben, ich habe meine Stimmbänder geschont und bin jeden Abend um 23.30 Uhr ins Bett gegangen. Es war einfach eine schreckliche, einsame Erfahrung. Und der einzig gute Teil des Tages war, live zu spielen."

Der 'Careless Whisper'-Interpret verriet auch, dass er seine Homosexualität geheim hielt, damit sich seine Mutter keine Sorgen machte. Gegenüber Kirsty Young sagte er in dem Interview, das gestern (1. November) bei 'BBC Radio 2' ausgestrahlt wurde: "Ich war nicht bereit für das Coming-Out. Es war zu der AIDS-Zeit, ich habe mit nur Sorgen um meine Familie gemacht. Ich komme aus einer sehr eng miteinander verbundenen Familie. Als meine Mutter noch lebte, Gott habe sie selig, hätte sie sofort die gleiche Paranoia gehabt wie ich als schwuler Mann Mitte der 80er Jahre. Es war keine gute Zeit für die homosexuelle Gemeinschaft und ich wollte nicht, dass meine Mutter und meine Schwester mein Leben als gefährlich ansahen."


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