Hayley Atwell sieht das Anbrechen einer neuen Zeit gekommen.

Hayley Atwell

Hayley Atwell

Die Schauspielerin wurde selbst bereits zum Opfer sexueller Belästigung, so wurde sie vom in Ungnade gefallenen Harvey Weinstein beim Dreh zu 'Wiedersehen mit Brideshead' 2008 als "fettes Schwein" bezeichnet. Zum Glück ändere sich nun endlich etwas in der Gesellschaft. "Für uns ist es gerade das Ende einer Generation. Weinstein kommt aus einer Generation, in der es dieses Machtzentrum gab, das machohaft, frauenfeindlich und schikanierend war", berichtet die 35-Jährige dem 'Grazia'-Magazin. Diese Macht sei jedoch "zerbrechlich" geworden.

Ebenfalls findet es die Darstellerin wichtig, Männer in die Diskussionen miteinzubeziehen und die Begleitumstände zu ändern: "Wir müssen darüber in einer Art und Weise reden, so dass sich Männer ebenfalls sicher genug fühlen, um verletzlich zu sein und zu sprechen, ohne das Gefühl zu haben, dass sie belächelt, verspottet oder zerstört werden, weil sie Gefühle haben."

Jedoch sei Sexismus weit davon entfernt, ganz zu verschwinden: "Sexismus ist subtiler und ausgeklügelter geworden, ob es dadurch geschieht, dass Frauen manipuliert werden, zu glauben, dass sie nicht genug sind oder durch Körperbilder, durch unrealistische Berichte, was eine perfekte Mutter und Karrierefrau ist, falsche Werbung und diese 'Have it all'-Mentalität."

Atwell selbst muss sich ständig den Vorwürfen stellen, sie wiege zu viel. Inzwischen hat sie jedoch erkannt: "Wenn ich mich selbst wohlfühle, dann fühlen sich andere Leute ebenfalls wohl. Die Leute reagieren auf die Art und Weise, wie du zu dir selbst stehst und die Art und Weise, wie du anderen erlaubst, dich zu behandeln."