Kevin Spaceys Kollegin Rachel Brosnahan gibt sich schwer enttäuscht von dem Hollywoodstar.

Kevin Spacey

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Sie spielte jahrelang mit dem Hollywoodstar Seite an Seite in der Netflix-Serie 'House of Cards', bis der 58-Jährige letzte Woche zugab, einen Jungschauspieler sexuell belästigt zu haben. Die Konsequenz: der Streaming-Dienst setzt die Serie vorerst ab. Bei ihrem Deutschland-Besuch sprach Rachel Brosnahan, die in der Serie das Callgirl Rachel Posner verkörpert hatte, nun im 'Bild'-Interview erstmals über die Vorwürfe gegen ihren Kollegen: "Ich bin enttäuscht. Es ist beschämend, dass so viele brillante Menschen ihren Job verlieren, weil eine Person sich so verhalten hat. Aber ich bin auch dankbar, dass die Betroffenen ihre Stimme erheben."

Aber trotzdem sei sich die Amerikanerin sicher, dass so etwas nicht nur in Hollywood vorkomme: "Nicht nur im Schauspielgeschäft, in vielen Bereichen wird Macht missbraucht. Ich habe solche Situationen auch erlebt. Dinge, über die ich noch nicht reden möchte. Ich habe das Glück, dass ich kein Trauma erlebt habe wie die Menschen, die jetzt aussprechen, was ihnen widerfahren ist. Diese Art von Manipulation passiert aber auch im kleinen Rahmen und wir müssen darüber reden. Wir haben das Recht, wütend zu sein und müssen Verantwortung übernehmen." Nun hoffe die Darstellerin auf einen Neuanfang in der Filmindustrie: "Wir haben diese Zustände viel zu lang ignoriert und endlich sagen wir: 'Es reicht!'" Brosnahan könne sich auch vorstellen, wie es zu solch einem Wandel kommen könnte: "Ich denke, dass wir mehr Frauen und mehr Minderheiten in einflussreichen Positionen brauchen. Wir brauchen einen Perspektivwechsel."

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