Lily Allen

Lily Allen

Lily Allen entschuldigt sich bei einem Flüchtlingskind.

Bei ihrem Besuch des Flüchtlingscamps in Calais brach die Sängerin in Tränen aus. Bei einem 13-Jährigen entschuldigte sie sich mit den Worten: "Es tut mir so leid, was du wegen uns durchmachen musstest. Wir haben dein Land bombardiert, dich den Taliban überlassen und nun dein Leben in Gefahr gebracht, als du nach England kommen wolltest. Ich entschuldige mich im Namen meine Landes." Der Junge campt bereits seit zwei Monaten an der Grenze der französischen Hafenstadt und will zu seinem Vater, der in Birmingham lebt.

Das Video dieser tränenreichen Entschuldigung wurde in der 'Victoria Derbyshire'-Sendung auf 'BBC' ausgestrahlt. Während ihres Besuchs im Camp hat Allen in einem Warenlager ausgeholfen, in dem verschiedene Spenden ankommen, die dann an die etwa 10.000 Flüchtlinge verteilt werden. Für ihre öffentliche Entschuldigung und ihren Besuch in dem Camp erntete die Sängerin allerdings viel Kritik im Netz. Sie solle nicht für ein ganzes Land sprechen und sei so arrogant und verwöhnt, dass sie beim Anblick der Realität in Tränen ausbreche, heißt es in vielen der Hass-Kommentare. "Viele Leute sagen, ich sollte mir mehr Gedanken über die Vergewaltigungen unserer Bürger von Flüchtlingen machen. Ich habe aber noch von keinem Kind gehört, dass jemanden vergewaltigt hat. Es geht mir um die 1022 Kinder, die völlig alleine sind und bald abgeschoben werden", hält der Star dagegen.

Der französische Präsident François Hollande hat bekannt gegeben, dass das Flüchtlingscamp noch vor dem Winter geschlossen werden soll. Die Obdachlosenhilfe 'Emmaus UK' hat zu einer Verschiebung der Schließung aufgerufen. Auch der Kopf der gemeinnützigen Organisation 'Secour Catholique', Vincent de Coninck, beharrt darauf, dass Calais weiterhin ein Transitpunkt bleiben soll. Mehr als 10.000 Migranten warten momentan in Calais und Dünkirchen darauf, nach Großbritannien zu kommen.


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