Luc Besson hielt eine Zusammenarbeit mit Prince für unmöglich.

Luc Besson

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Der gefeierte Filmemacher sehnte sich lange Zeit danach, den legendären Musiker für seinen Film 'Das fünfte Element' zu casten, vergab die Rolle letztendlich jedoch an den Komiker Chris Tucker, wie er heute erklärt: "Ja, Prince... Ich liebe ihn, aber es war unmöglich, weil man sich nicht auf ihn verlassen konnte. Wenn wir ein Meeting am Montagnachmittag veranstaltet haben, kam er erst am Dienstagabend. Oder er sagte gleich dreimal ab. Er war wirklich immer reizend und süß, aber die Realität eines Musikers passt nicht zum Film." Trotzdem habe der 58-jährige Regisseur alles getan, um die Rolle an Princes Zeitplan anzupassen: "Nach den Verschiebungen und Absagen warnte ich ihn mehrmals und er erwiderte immer wieder, dass das eben sein Tempo wäre. Doch letzten Endes fragte ich ihn 'Hättest du ein Problem damit, wenn wir irgendwann anders noch einmal etwas weniger Großes mit dir planen?'"

Obwohl der Pariser der amerikanischen Kultur stets schützend zur Seite steht, könne er die Versnobtheit seiner Landsleute nicht verstehen, wie der 'Valerian'-Regisseur klarstellt: "So viele Franzosen sagen mir andauernd, dass die Amerikaner keine Kultur hätten. Dann fragte ich sie 'Wann war das letzte Mal, dass du den Louvre besucht hast? Also halt die Klappe!'" Vor seiner Karriere sei Besson von seinen französischen Freunden verspottet worden, als er ihnen seinen Wunsch mitteilte, Filmemacher zu werden. So erzählt er der Zeitung 'The Guardian': "Sie sagten witzelnd 'Oh, wirst du also mit Alain Delon zusammenarbeiten?' Ich war anfangs wirklich auf mich alleine gestellt und zu komisch, um etwas mit Mädchen am Hut zu haben. Die einzigen Dinge, an die ich denken konnte, waren Delfine und Filme. Mädchen sind weggerannt, sobald sie mich sahen."