Mark Salling wird nicht länger wegen Kinderpornographie rechtlich belangt.

Mark Salling

Mark Salling

Der 'Glee'-Darsteller bekannte sich des Besitzes von Kinderpornographie-Material schuldig und stand kurz davor, zu vier bis sieben Jahren Haft verurteilt zu werden, bevor er sich letzten Monat im Alter von 35 Jahren das Leben nahm. Neben dem Antritt der Gefängnisstrafe hatte der Schauspieler sich einverstanden erklärt, sich als Sexualstraftäter zu registrieren, 20 Jahre lang überwacht zu werden sowie jedem Opfer, das eine formelle Schadensersatzforderung eingereicht hatte, umgerechnet 40.000 Euro zu zahlen. Mit Sallings Tod will die Bundesanwaltschaft nun jedoch auch die Klage fallenlassen und somit jegliche Entschädigungsvereinbarungen für nichtig erklären.

Der frühere Staatsanwalt Mann Medrano erklärte gegenüber 'Buzzfeed': "Wenn eine Person durch Unfall oder Suizid stirbt, kann die Regierung nicht länger gegen sie vorgehen. Im Kern heißt das: Wenn es keinen Angeklagten gibt, gibt es keine Strafverfolgung." Ein Entschädigungsabkommen ist ungültig, solange es nicht von einem Richter abgesegnet wurde, was in Sallings Fall jedoch noch nicht passiert war, da er erst noch verurteilt werden musste. Die Opfer können zwar weiter versuchen, Entschädigungszahlungen von Sallings Nachlass zu fordern, der 1,6 Millionen Euro wert sein soll. Ihren Fall müssten sie jedoch vors Zivilgericht bringen. Der Anwalt des verstorbenen Stars wollte keine Aussage dazu abgeben, ob ihn bereits ein Opfer über entsprechende weitergehende Handlungen informiert habe.


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