Matt Damon findet, dass zu wenig über die Männer gesprochen wird, die nichts mit den Missbrauchsvorwürfen zu tun haben.

Matt Damon

Matt Damon

Der Schauspieler nimmt Stellung zu den skandalösen Enthüllungen in Hollywood über Harvey Weinstein, Brett Ratner und Louis C.K., denen sexueller Missbrauch gegenüber Frauen vorgeworfen wird. Damon ist der Meinung, dass diese vermeintlichen Angriffe einen Schatten über all die Männer werfen, die sich nichts zu Schulden kommen lassen haben. Im Interview mit 'Business Insider' meint der 47-Jährige: "Wir stehen momentan an einem Wendepunkt. Das ist großartig, aber ich denke, eine Sache gibt es da noch, über die nicht gesprochen wird. Da draußen gibt es ein ganze Menge Männer - und das betrifft die meisten Männer, mit denen ich gearbeitet habe - die diese Dingen nicht tun."

Der 'Jason Bourne'-Darsteller hätte kein Problem damit, ein Dokument zu unterzeichnen, in dem es heißt, dass er in seiner Position als Mann seine weiblichen Co-Stars nicht sexuell belästigt habe. "Wenn ich ein Dokument gegen sexuelle Belästigung unterschreiben müsste, würde es mir nichts ausmachen. Ich würde es unterschreiben. Ich hätte es bereits vorher unterschrieben. Ich mache so etwas [wie sexuelle Belästigung] nicht, und die meisten Leute, die ich kenne, machen so etwas nicht."

Es ist nicht das erste Mal, dass der 'Good Will Hunting'-Star sich über den Missbrauchsskandal äußerte. Im Interview mit 'ABC' sprach er über Hollywood und Harvey Weinstein: "Viele Leute sagten, 'Naja, Harvey - jeder wusste es.' Aber das ist nicht wahr. Jeder wusste, welcher Typ er war, wenn du dich mit ihm in einem Meeting getroffen hast. Man wusste, er war schwierig und ein Tyrann. Das war sein Ruf. Und er genoss diesen Ruf, weil er die besten Filme machte. Niemand, der Filme für ihn machte, wusste... Jeder Mensch hätte ihn aufgehalten, egal, wer er war. Sie hätten definitiv Nein gesagt."