Sacha Baron Cohen verzichtet auf 'Oscars' und engagiert dafür lieber schwarze Schauspieler.

Sacha Baron Cohen und Isla Fisher

Sacha Baron Cohen und Isla Fisher

Der Komiker wird bald wieder in eine neue Rolle schlüpfen: Für die Actionkomödie 'Der Spion und sein Bruder' wird er zum Detektiv und ist natürlich auch wieder als Filmemacher vertreten. Sehr ambitioniert ist der Komiker was das angeht aber nicht - er erklärte sogar, dass er gar keinen 'Oscar' mit dem neuen Film gewinnen wolle. Und um sicher zu gehen, dass das nicht passiert, holte er sich direkt zwei Schauspieler afroamerikanischer Abstammung mit ins Boot: Gabourey Sidibe und David Harewood. Auf dem roten Teppich der 'BAFTA'-Awards am Sonntag (14. Februar) witzelte er: "Ich habe nur eins zu sagen: Ich bringe meinen neuen Film 'Der Spion und sein Bruder' heraus und wir haben nicht den Wunsch, einen 'Oscar' zu gewinnen, deswegen haben wir zwei schwarze Schauspieler in den Hauptrollen gecastet."

Mit diesem Statement spielt Cohen auf die Debatte um die Nominierungen der diesjährigen 'Academy Awards' an. Das Event geriet in Kritik, als bekannt wurde, dass nur eine Minderheit an schwarzen Filmschaffenden oder Schauspieler aus ethnischen Minderheiten für die Goldjungen nominiert wurden. Unter dem Hashtag 'OscarsSoWhite' protestierten Filmstars wie Will und Jada Pinkett Smith und riefen zum Boykott auf. Auch Cohen sieht das Event daher kritisch und erklärt: "Ich glaube, das Problem ist die Aufmachung der Filme und die Produktionsteams und Regisseure und die Schauspieler generell sind meistens weiß. Ich glaube, es muss mehr Vielfalt hier in Amerika geben. Ich glaube also nicht, dass die Mitglieder der 'Academy' tatsächlich rassistisch sind, ich glaub einfach, dass sie nicht genügend Filme mit entsprechender Vielfalt zu sehen bekommen und ich glaube, dabei geht es nicht nur um Afroamerikaner, sondern auch um Latinos." Die neue Komödie mit Cohen kommt am 10. März in die deutschen Kinos.