Sir Elton John hatte seine eigene Menschlichkeit verloren.

Sir Elton John

Sir Elton John

Der Musiker bekam am Montag (6. November) von der Harvard Foundation den Peter J. Gomes Humanitarian Award für seine Arbeit in der HIV- und Aids-Forschung. Das nahm er zum Anlass, um über seine Vergangenheit zu sprechen.

"Meine Leidenschaft und meine Hingabe zur Musik haben sprichwörtliche Türen geöffnet und trugen mich zu neuen Höhen in meinem Leben. Aber sobald ich den Gipfel erreicht hatte, wurde Glück trügerisch und Dunkelheit kroch herein. Ich habe meine eigene Menschlichkeit in meinen Essstörungen und Drogen- und Alkoholexzessen verloren", erinnert sich der 70-Jährige in seiner Rede. "Während meiner Sucht in den 1980ern tauchte die Aids-Epidemie so richtig auf und die Regierung hat das überhaupt nicht bemerkt. Ich habe so viele Freunde an Aids verloren und ich habe mich damals wegen meiner Suchtprobleme nicht darum gekümmert. Die Drogen haben mich in ein Monster verwandelt."

Elton, der mit seinem Ehemann David Furnish die beiden Söhne Zachary (6) und Elijah (4) hat, ist nun seit fast 30 Jahren clean und trocken, doch auf dem Weg dort hin hatte er Hilfe. "Ich hatte das Glück, Ryan White [der an Aids erkrankt war] und seine Familie zu treffen. Ich wollte ihnen helfen, aber am Ende halfen sie mir viel mehr. Ryan war der Funke, der mir half, die Süchte zu besiegen und die Aids Foundation zu gründen. Innerhalb von sechs Monaten wurde ich trocken und clean und bin es seit 27 Jahren."